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Lange haben wir überlegt:
Wie können wir unseren Schulgarten sinnvoll nutzen?

Was bedeutet eigentlich „Schulgarten“?
Unser Schulgarten war am Anfang ein Lehrergarten, denn man muss wissen:
Lehrer wohnten in der Schule und jeder hatte eine kleine Parzelle Gartenland.
Diese Art der Unterbringung endete Anfang der 60er Jahre.
Aus dem Lehrergarten wurde ein Schulgarten. Parallel entstand eine Voliere und die Feuerwehr legte einen Teich an.  
Anfang der 90er Jahre gab man dann diese Außenanlage auf und aus dem Schulgarten wurde eine Rasenfläche.

Nun zurück zu unserem Boule-Garten:
Eine einfache Boule-Bahn wäre sicherlich schon eine Lösung gewesen. Aber unsere Überlegungen gingen weiter.
Besser könnte eine Multifunktionsfläche sein, die sowohl als Boule-Platz,
als auch als Hartplatz für die Aufstellung von Festzelt-Garnituren geeignet wäre.
Schnell entstand ein Plan, der die Abmessungen festlegte.
Wichtig war uns, dass diese Maßnahme nicht aus dem großen Topf der Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge usw. finanziert werden darf.
Also mussten Spenden gesammelt werden. Schon nach kurzer Zeit hatten wir 7.500 Euro Spendengelder zusammen.
Der Ausbau konnte beginnen. Die Überdachung, die wir im Vorfeld schon an die Pausenhalle angebaut hatten,
gehörte zum ersten Bauabschnitt. Danach musste die Hartplatz-Fläche in der Größe von 16 x 13 m ca. 30 cm tief ausgebaggert werden.
Hierbei hat uns Stefan Mertins sehr geholfen. Dann stellte sich die Frage: wie baut man einen Boule-Platz fachgerecht auf?
Durch unsere Kontakte zum Zentrallager Minden fanden wir auch hier große Unterstützung, nicht nur als informative Hilfe,
sondern auch in handwerklicher Hinsicht. Es wurden 130 m Beton-Kantensteine gesetzt und alte Gehwegplatten neu verlegt.
Der nächste Schritt war für alle recht mühsam. 150 t  Schotter mussten auf der Fläche verteilt werden.
Auch hier erhielten wir große Hilfe. Roland Domeier (Hausmeister der Boga) kam mit seinem Frontlader und verteilte
uns an mehreren Abenden den Schotter auf der ausgebaggerten Fläche.
Man muss sich vorstellen:
25 cm Recycling-Schotter auf einer Fläche von 16 x 13 m zuzüglich Anfahrtsweg – das sind einige Sattelzüge Material.
Horst Bornemann, mit seinen nicht endenden Ideen, zog die eingebrachte Schotterschicht ab.
Zeitweise hatte er mehr Trecker auf dem Schulhof und im Schulgarten, als zuhause.
Die Rentnerband erledigt - wie immer – die Feinarbeiten. Die Multifunktionsfläche nahm Gestalt an.
Nach der Grobschotterung kam die nächste Schicht. Also noch einmal das gleiche Spiel ….
Die Sattelschlepper brachten den Schotter 0 – 16,
der Frontlader fuhr ihn in den Schulgarten  die Rentnerband verteilte den Schotter und rüttelte die gesamte Fläche fest.
Die beiden letzten Schichten waren die Wichtigsten. Als erstes musste das Granulat Körnung 2-5 aufgebracht werden.
Beim Abziehen half uns wieder einmal Jürgen Müller vom Zentrallager. Danach kam eine dünne Schicht Steinmehl darüber.
Dieses Steinmehl musste in den nächsten Tagen erst einmal einregnen. Danach wurde noch einmal gesplittet und …
fertig war unsere Multifunktionsfläche.
Die verbleibende Grünfläche wurde mit Hilfe von Friedrich Nottmeier durchgefräst und geglättet. 
Der Floristik-Weltmeister Wagener stellte uns sein fachliches Wissen und Materialien wie Sträucher und Büsche für die Grünanlage zur Verfügung.
Die Rentnerband übernahm noch einmal die Feinarbeiten. Wände wurden gestrichen, Rindenmulch verteilt, Zäune repariert und zum krönenden Abschluss drei Kletter-Rosen und ein Blauregen gepflanzt.

Unser Schulgarten hat durch unsere Rentnerband, die hervorragende Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer und
die finanzielle Hilfe unserer großzügigen Sponsoren ein neues Gesicht bekommen.

Wir hoffen, dass in der Zukunft viele Menschen Freude an dieser tollen Außenanlage haben.