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Sportler in Porta Westfalica sorgen sich um annehmbare Voraussetzungen / "Ehrenamt kann aus einem Euro mehr machen"VON ULRICH KUBALLA

Porta Westfalica (mt). Die Voraussetzungen für einen optimalen Sportbetrieb in der Stadt Porta Westfalica sind derzeit nicht die besten, aber man bemüht sich, das Beste daraus zu machen.


Harald Pohlmann vom Verein Pro Meißen zeigte neue Wege auf.

Diesen Eindruck vermittelte die Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Porta Westfalica am Donnerstagabend im Sportheim des SV Hausberge, in das Vertreter aus 18 der 51 dem SSV angeschlossenen Vereine den Weg gefunden hatten.

 
Bei der Versammlung am Vorstandstisch (von links): Kassenwart Heinz Kuhlmann, 1. Vorsitzender Klaus-Dieter Vogt und Geschäftsführerin Christiane Heyse. MT- | Fotos: Ulrich Kuballa (2)

"Es ist ein Spagat zwischen Einsparen und Attraktivität", formulierte SSV-Vorsitzender Klaus-Dieter Vogt, was angesichts leerer Kassen und angespannter Haushaltslage unter dem "Willem" passiert: "Wenn es bis zum nächsten Kindergarten fünf Kilometer sind oder man zum Baden nach Bückeburg fahren muss, wird man sich überlegen, ob man nach Porta Westfalica zieht."Politiker, Rat und Verwaltung forderte Vogt auf, "Bürger und Vereine bei Entscheidungsfindungen mehr einzubinden, damit sie sich nicht vorgeführt fühlen müssen."Aktuell brennendes Thema ist der Fortbestand von Nammen als Grundschul-Standort (eine Entscheidung soll am Montag fallen) und die damit verbundene Zukunft der dortigen Sporthalle. Bei deren Schließung würden es für Übungsbetrieb und Trainingszeiten noch enger werden.Passend zu dieser Thematik hatte der Stadtsportverband für diesen Abend als Gastreferenten Harald Pohlmann vom Verein Pro Meißen eingeladen. Zweck des nach der Schließung der dortigen Grundschule gegründeten Vereins ist die Trägergemeinschaft zur Wahrung der Nutzungsrechte an Sporthalle und Sportplatz sowie an den Räumlichkeiten für alle in Meißen ansässigen Vereine, Interessengemeinschaften und Bürger. Diese Räumlichkeiten sollen der Dorfgemeinschaft erhalten bleiben. Meißen hat kein anderes Dorfzentrum. Es gibt keinen Dorfplatz, keinen anderen Sportplatz, keinen anderen kulturellen Treffpunkt und keinen anderen öffentlichen Versammlungsort. Auch ein Dorfgemeinschaftshaus steht nicht zur Verfügung.Acht Vereine sind Mitglied in Pro Meißen, von denen allein der Turn- und Sportverein (Tuspo) etwa 900 Mitglieder zählt. Rund 13 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden inzwischen in das Projekt investiert, und durch Vermietung von Räumen an Firmen sowie Nutzungsgebühren für Halle (25 mal 12,5 m) und Saal kommt zusätzlich etwas Geld in die Kasse. "Gibt man dem Ehrenamt einen Euro, macht es mehr daraus als die Stadt", machte Pohlmann den Versammelten Mut zur Eigeninitiative, die effektiver als Politik und Verwaltung sein kann.Die Zusammenarbeit von Sport und Politik und seine Erfahrungen damit in seinem ersten Amtsjahr waren Schwerpunkt im Bericht des SSV-Vorsitzenden Klaus-Dieter Vogt: "Wir wollen unsere Interessen vertreten, angesichts der Haushaltslage aber mit Augenmaß." Vorstandswahlen standen in diesem Jahr nicht auf der Tagesordnung.

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Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 20.04.2012 um 23:10:58 Uhr

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